3 Termine, 200 Teilnehmende, eine klare Erkenntnis: Für die dezentrale Wärmewende braucht es keine Wunder, sondern gute Beispiele zum Nachmachen.

Mit dem Termin in Baden-Württemberg am 22. September 2026 ist unsere dreiteilige Online-Reihe „Dezentrale Wärmewende umsetzen – Praxistipps und Tools für Gemeinden“ erfolgreich zu Ende gegangen. Die Bilanz:
👥 200 Teilnehmende aus Verwaltung, Beratung und Zivilgesellschaft
⭐ Durchschnittliche Schulnote 2,2 (n=65)
Viele Kommunen kamen mit derselben Frage: Die Wärmeplanung ist abgeschlossen oder in Arbeit. Aber was passiert in den Quartieren, in die kein Wärmenetz kommt?
Was wir aus der Reihe mitnehmen:
- Die Hürden sind selten technisch. In unseren Umfragen nannten die Teilnehmenden vor allem fehlende Hebel bei Privateigentum, zu wenig Zeit und Personal sowie unklare Verantwortung in der Umsetzung.
- Gefragt sind Ansätze, die Verwaltungen entlasten. Wärmepumpen-Bündelungsaktionen waren das am häufigsten als relevant genannte Praxisbeispiel. Die Gemeinde informiert dabei neutral, während Auswahl der Fachbetriebe und Abstimmung mit dem Handwerk extern organisiert werden.
- Lokales Engagement ist ein unterschätzter Hebel. Zwei Ehrenamtliche tragen das Wärmepumpen-Forum der VG Wörrstadt. Wangen im Allgäu hat gemeinsam mit dem lokalen Handwerk rund 600 Menschen zu einer Infoveranstaltung gebracht. Und Energiegenossenschaften wie die kliQ Berlin eG werden selbst zu Umsetzern.
Ein recht herzliches Danke!
An unsere Co-Gastgeber:innen:
- Martin Bach und Tobias Blum (Energie- und Klimaschutzagentur RLP)
- Eike Bronn (Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen)
- Julia Hochschild (KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg).
An Dr. Peter Moser und Michael Neuhaus vom Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) (dena) für die Vorstellung der KWW-Werkzeuge.
Besonderer Dank gilt unseren Praxisbeispielen:
- Ehrenamtliche als Wärmepumpen-Info-Team – Roland Kessler (Wärmepumpen-Forum VG Wörrstadt)
- Wärmepumpen-Bündelungsaktionen – Florian Bonert (ShiftUp)
- Energiegenossenschaften als Umsetzer – Christian Küttner (kliQ-Berlin eG)
- Kampagne mit lokalem Handwerk – Patrick Zembrod (Stadt Wangen im Allgäu)
- Sanierungsmanagement und Thermografie-Rundgänge – Dr. Beate Arman (Stadt Kirchheim unter Teck)
Und natürlich an Fried Grosse-Dunker (Dark Horse GmbH) für die gekonnte Moderation.
Die Reihe war Teil des EU-Projekts LIFE Street HP Reno und wurde von ShiftUp organisiert.